Willkommen! Die Lernziele dieses Moduls umfassen die folgenden wichtigen Schritte:
Was sind Definitionen und Formen von Gewalt/Missbrauch?
Prävalenz von Gewalt und dessen Muster
Welche Merkmale häuslicher Gewalt erschweren die Polizeiarbeit?
Welche nationalen, europäischen & internationalen Rechtsvorschriften gibt es zu häuslicher Gewalt und wie wirken sie sich auf die Polizeiarbeit aus?
“Gewalt in Paarbeziehungen” (IPV) (IPV – Intimate Partner Violence) – eine Form von HG zwischen derzeitigen oder ehemaligen Ehegatten oder Partnern.
“Häusliche Gewalt” (HG) – körperliche, sexuelle, psychische oder ökonomische Gewalt, die innerhalb der Familie oder der häuslichen Gemeinschaft ausgeübt wird. (Istanbul Convention)
“Gewalt gegen Frauen” (VAW – Violence Against Women) – Eine gegen Frauen gerichtete Gewaltform, die zu körperlichem, sexuellem, psychologischem oder wirtschaftlichem Schaden führt oder führen kann, inkl. der Androhung solcher Handlungen, Nötigung oder willkürlicher Freiheitsberaubung, unabhängig davon, ob sie in der Öffentlichkeit oder im Privatleben stattfindet. (EIGE)
Geschlechtsbezogene Gewalt (GBV – Gender Based Violence) – Gewalt, die sich gegen eine Person aufgrund ihres Geschlechts richtet, oder Gewalt, die Personen eines bestimmten Geschlechts unverhältnismäßig stark betrifft. (EU)
“Gewalt in Paarbeziehungen” (IPV – Intimate Partner Violence) - eine Form von HG zwischen derzeitigen oder ehemaligen Ehegatten oder Partnern.
“Häusliche Gewalt” (HG) - körperliche, sexuelle, psychische oder ökonomische Gewalt, die innerhalb der Familie oder der häuslichen Gemeinschaft ausgeübt wird. (Istanbul Convention)
“Gewalt gegen Frauen” (VAW – Violence Against Women) - Eine gegen Frauen gerichtete Gewaltform, die zu körperlichem, sexuellem, psychologischem oder wirtschaftlichem Schaden führt oder führen kann, inkl. der Androhung solcher Handlungen, Nötigung oder willkürlicher Freiheitsberaubung, unabhängig davon, ob sie in der Öffentlichkeit oder im Privatleben stattfindet. (EIGE)
Geschlechtsbezogene Gewalt (GBV – Gender Based Violence) - Gewalt, die sich gegen eine Person aufgrund ihres Geschlechts richtet, oder Gewalt, die Personen eines bestimmten Geschlechts unverhältnismäßig stark betrifft. (EU)
der Frauen im Alter von 15-49 Jahren, die jemals einen Partner hatten, haben in ihrem Leben Formen von HG erlebt (EIGE, 2023)
der Frauen in Europa sind seit ihrem 15. Lebensjahr Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch ihre Partner geworden, wobei die Prävalenz in den einzelnen Ländern zwischen 13 % und 32 % liegt(EIGE, 2023)
der HG-Fälle führen zu Verurteilungen
Im 2002 trat in Deutschland das “Gesetz zur Verbesserung des zivilgerichtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung” (Gewaltschutzgesetz – GewSchG) in Kraft. Die Einführung des Gesetzes schaffte eine klare Rechtsgrundlage für Schutzanordnungen des Zivilgerichts, wie Kontakt-, Näherungs- und Belästigungsverbote bei vorsätzlichen und widerrechtlichen Verletzungen von Körper, Gesundheit oder Freiheit einer Person einschließlich der Drohung mit solchen Verletzungen.
In Nordrhein-Westfalen (NRW) gilt zudem § 34 PolG NRW (Polizeigesetz des Landes Nordrhein-Westfalen – PolG NRW, Landesrecht Nordrhein-Westfalen) mit der Möglichkeit der pro-aktiven Arbeit nach einer polizeilichen Meldung gemäß § 34a Abs. 4.
Mit Einverständnis der Betroffenen übermittelt die Polizei die Kontaktdaten an eine qualifizierte Beratungseinrichtung – in den meisten Fällen Interventions- und Frauenberatungsstellen – weiter. Eine Beraterin nimmt aktiv Kontakt zu der gewaltbetroffenen Frau bzw. dem geschädigten Mann auf. Die pro-aktive Arbeit beinhaltet somit ein niederschwelliges Beratungsangebot. Sie erreicht viele Betroffene von häuslicher Gewalt, die sich selbst nicht aktiv an eine Beratungsstelle wenden würden. Die Kontaktaufnahme findet in der Regel am Tag nach dem Polizeieinsatz bzw. am nächsten Werktag statt. Im Rahmen des 10-tägigen Rückkehrverbots können Eilanträge – wie die vorübergehende Zuweisung der gemeinsamen Wohnung nach dem GewSchG – gestellt werden.
§ 34 PolG NRW, Polizeigesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (PolG NRW) (Landesrecht Nordrhein-Westfalen).
Es gibt insgesamt sieben Ausbildungsmodule, hier können Sie mehr über jedes einzelne erfahren und mit dem Lernen beginnen.
Dieser Modul wird den Beamten ein besseres Verständnis dafür vermitteln, was Zwangskontrolle ist, warum sie so schädlich ist und wie man ihre Anzeichen erkennt und wirksam darauf reagiert.
In diesem Modul lernen die Teilnehmenden, wie Risikobewertungsinstrumente eingesetzt werden können, um Fälle häuslicher Gewalt besser einzuschätzen, wie die Kommunikation mit Opfern und Tätern verbessert werden kann und erhalten die Möglichkeit, Risikobewertungsszenarien in Rollenspielen zu üben.
Häusliche Gewalt ist ein Thema, das viele verschiedene Arten von Dienstleistern betrifft:
Diese Gruppen haben Ziele und Interessen, die sich überschneiden und manchmal auch widersprechen. Die Zusammenarbeit mehrerer Institutionen zielt darauf ab, Gegensätze zu minimieren und Kooperation zu maximieren. Wichtige Elemente sind:
In diesem Modul werden wir den Beamten einen Einblick in die Erfahrungen von weiblichen Opfern geben, die während der Ermittlungen mit der Polizei in Kontakt gekommen sind.
In diesem Modul lernen die Teilnehmer die Strategien kennen, mit denen die Täter das System (die Polizei) versuchen zu manipulieren. Sie werden auch lernen, wie sie das Verhalten von Tätern in Frage stellen und sie zur Verantwortung ziehen können.
In diesem Modul werden einige Beispiele aus der Praxis vorgestellt, wie Daten und Technologien eingesetzt werden, um die polizeiliche Bearbeitung von Fällen von Gewaltverbrechen zu verbessern.